Klassische Hyaluronsäure-Filler dienen als temporäre Volumengeber: Sie polstern Gewebedefizite oder Falten sofort mechanisch auf. Biostimulatoren hingegen stellen kein sofortiges künstliches Volumen bereit, sondern regen die Fibroblasten in den tiefen Hautschichten an, frisches körpereigenes Kollagen und Elastin zu produzieren. Das Ergebnis ist keine künstliche Füllung, sondern eine schrittweise, biologische Festigung und Restrukturierung der eigenen Haut.
Sculptra® basiert auf Poly-L-Milchsäure (PLLA) und wirkt als reiner, flächiger Kollagenstimulator – perfekt für einen ganzheitlichen Festigkeitsaufbau und die Verfeinerung der Hautstruktur im gesamten Gesicht. Radiesse® besteht aus Kalzium-Hydroxylapatit (CaHA) und besitzt ein zweiphasiges Wirkprinzip: Das Trägergel sorgt für einen sofort sichtbaren, dezenten Lifting-Effekt, während die Kalzium-Mikrosphären die langfristige Neokollagenese aktivieren.
Da es sich bei der Neokollagenese um einen tiefgreifenden biologischen Umbauprozess handelt, entfaltet sich das Ergebnis schrittweise. Erste Verbesserungen der Hautfestigkeit sind meist nach 4 bis 6 Wochen sichtbar. Das finale, voll ausgeprägte Resultat der Gewebeerneuerung zeigt sich in der Regel nach etwa 2 bis 3 Monaten.
Da das neu gebildete Kollagen körpereigenes Gewebe ist, erzielen Biostimulatoren eine außergewöhnlich lange Haltbarkeit. Bei Sculptra® bleibt das verfeinerte Resultat oft 18 bis 24 Monate bestehen, bei Radiesse® etwa 12 bis 18 Monate. Eine gelegentliche, dezente Auffrischungssitzung genügt, um das Niveau dauerhaft zu halten.
Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem individuellen Gewebedefizit und dem gewählten Präparat. Bei Sculptra® empfehlen wir zu Beginn meist 2 bis 3 Behandlungen im Abstand von etwa 6 bis 8 Wochen für einen fundierten Basisaufbau. Bei Radiesse® reicht für gezielte Vektor- oder Konturierungsbehandlungen häufig schon eine einzige Sitzung aus.

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